21 Aug Pferdehaltung an extrem heißen Tagen: So bleibt dein Pferd cool
Hitze schlägt zu – Problem sofort erkannt
Die Sonne brennt, das Thermometer klettert über 35 °C, und dein Gaul beginnt zu schwitzen wie ein Marathonläufer nach der Ziellinie. Hier gibt’s keinen Platz für Ausreden, das Pferd kann die Sauna nicht verlassen, es braucht deine sofortige Aktion. Und das ohne unnötige Fachchinesisch, sondern mit klaren Handgriffen, die jeder Stallbesitzer sofort umsetzen kann.
Sofortiger Notfallplan
Erstens: Wasser. Nicht irgendein Wasser, sondern eiskalt, frisch und in ausreichender Menge. Stelle mehrere Tröge auf, möglichst im Schatten, und wechsle das Wasser alle 15 Minuten. Das kühle Getränk lässt das Herz schlagen, reduziert die Körpertemperatur im Nu. Und zweitens: Schattenspender. Hast du eine stabile Plane, ein Sonnensegel oder ein offenes Gebüsch? Dann sofort aufbauen. Das Pferd braucht ein kühles Refugium, sonst steigt das Risiko sofort auf kritische Werte.
Mobiles Kühlpack – Der Joker
Ein altes Handtuch, feucht getränkt und um den Hals des Pferdes geschlungen, ist ein Trick aus dem Stall, den jeder erfahrene Reiter kennt. Die Verdunstungskälte wirkt wie ein Mini‑Klimagerät. Und das funktioniert auch, wenn du unterwegs bist: Einfach ein nasses Tuch aus dem Stiefel ziehen, drauflegen, abwarten. Schnell und effektiv.
Langfristige Strategien gegen die Gluthitze
Stallbau ist kein Hexenwerk, sondern ein Spiel mit Materialien. Reflexionsfarbe für das Dach, die die Sonnenstrahlen abprallt, verhindert, dass die obere Ebene zur Ofenrohr wird. Ebenso kann ein leichtes Dachgewebe, das Luft zirkulieren lässt, eine kühlende Luftschicht erzeugen. Und vergiss nicht die Bodenbeschaffenheit: Sand- oder Kiesböden reflektieren weniger Wärme als nasse Erde.
Futteranpassung – Mehr als nur ein Happen
Fette liefern zusätzliche Wärme, das kann bei Hitze ein Problem sein. Reduziere daher die Energiezufuhr leicht, ersetze schwere Haferportionen durch leicht verdauliche, wasserreiche Futtermittel wie frische Äpfel oder Karotten. Und vergiss nicht das Elektrolyt‑Supplement, das über den Link wetterpferd.com erhältlich ist – es hilft, den Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren.
Bewegung und Training – Nicht vergessen
Früher Morgen oder später Abend sind die einzigen Zeiten, in denen ein leichtes Ausreiten bei hohen Temperaturen überhaupt Sinn macht. Bei einer Hitze von über 30 °C sollte das Training auf ein Minimum reduziert werden. Stattdessen leichte Handarbeit im Stall, zum Beispiel das Aufsammeln von Stroh, hält das Pferd beschäftigt, ohne den Kreislauf zu belasten.
Checkliste für die Hitze
Keine Liste, keine Aufzählung, nur ein flüchtiger Gedanke: Immer Wasser, immer Schatten, immer kühle Körpertemperatur messen, immer das Pferd beobachten. Wenn das Pferd hechelt, die Haut schimmert, die Augen glasig werden – das ist das Stopp‑Signal, sofort handeln.
Handeln jetzt – Der letzte Schritt
Grabe ein kleines Graben‑ oder Muldenbecken im Koppelbereich, fülle es mit Wasser, lass das Pferd darin stehen. Das sofortige Eintauchen senkt die Körpertemperatur drastisch, wirkt fast wie ein Notfall‑Therapie‑Modul. Und das ist das, was du jetzt tun musst.
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